The install path records the SHA-256 of the delivered bundle ZIP (plugins.bundle_hash; pre-#232 installs show it as unknown until reinstalled). plugins.allowlist in instance_settings names permitted ids with their pinned hashes: empty (default) = not enforced, existing instances unchanged; non-empty = installs of unlisted or deviating bundles are rejected (plugin_not_pinned / plugin_hash_mismatch, 403), and an installed plugin outside the list or with a deviating hash does not load — absent from pond mount lists, frame/assets 404. Every rejection is audited (plugin.rejected, catalogue v1.5). A version bump changes the hash and therefore requires an explicit re-pin — the intended friction (ADR 0025). Admin UI shows observed vs pinned hash per plugin with pin/re-pin/unpin. Scope stated honestly in plugin-architecture.md: the pin answers "is this the reviewed bundle"; post-install disk tampering is platform integrity (ADR 0019), sandbox containment stays the sandbox's job. Hardening guide row + catalog advisory triage; residual risk R-03 resolved. e2e: empty-allowlist compatibility, pinned load, unpinned and tampered installs rejected and audited, pin drift blocks loading while the admin still sees the mismatch, version bump needs re-pin. Full api suite 101 files / 561 green. Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com> Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01AUtYMxwTCMHG9mVHnwbFg8
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Härtungsleitfaden — Referenzkonfiguration „VS-NfD-Betrieb" (Issue #227)
Zweck: eine benannte Konfiguration, die ein Betreiber als Ganzes übernehmen kann. Jeder Eintrag nennt den exakten Schalter, den Wert und das Warum — wer abweicht, tut es wissentlich. Der Leitfaden macht zugleich die in M1/M2/M4 gebauten Schalter prüfbar.
Pflegeregel (verbindlich): Jeder PR, der einen neuen Instanz- oder Deploy-Schalter einführt, ergänzt diesen Leitfaden im selben PR um dessen Referenzwert. Ein Schalter ohne Leitfaden-Zeile gilt im Review als unvollständig. (Gleiches Muster wie der Ereigniskatalog-Zaun #201.)
Geltungsbereich: Konfiguration der Anwendung. Die Härtung der Plattform
(Betriebssystem, Netz, Reverse Proxy, Datenträger) ist Betreibersache
(Abgrenzungserklärung 40-abgrenzungserklaerung.md — von dort wird
hierher verwiesen; das IT-Grundschutz-Mapping
80-grundschutz-mapping.md nimmt diese Referenzkonfiguration als
Produkt-Beleg).
1 Referenzkonfiguration
1.1 Instanz-Settings (Site-Admin → Einstellungen; Tabelle instance_settings)
Nach jeder Änderung an Instanz-Settings die api neu starten — der Settings-Cache ist in-process (operations.md).
| Setting | Referenzwert | Default | Warum |
|---|---|---|---|
auth.registrationMode |
closed |
open |
Konten entstehen in einer VS-Umgebung nur kontrolliert; Selbstregistrierung öffnet den Nutzerkreis unkontrolliert. |
api.enabled |
false |
false |
Public REST API ist ein zusätzlicher Egress-Kanal; ohne dokumentierten Bedarf bleibt er zu (404 auf allen /api/public/v1-Routen). |
mcp.enabled |
false |
false |
gleiches Argument für den MCP-Endpoint (/api/mcp); unabhängiger Schalter. |
feeds.enabled |
false |
true |
explizit setzen — Atom-Feeds liefern Inhalte an Reader außerhalb der Kontrolle der Instanz (Feed-Token umgehen die Session); Kopien in Feed-Readern sind nicht einholbar (Kopienliste, Sicherheitsdokumentation §5). Schaltet Routen UND Feed-Token-Verwaltung auf 404. |
plugins.enabled |
false |
true |
explizit setzen — kein Fremdcode in der VS-Zone (#200): alle Plugin-Flächen 404, Dropzone quarantänisiert; bestehende Blöcke degradieren zu ihrem deklarierten Text-Fallback. Der Kill-Switch deckt das Risiko für diesen Betriebsmodus vollständig; wer abweichend Plugins betreibt, nutzt zusätzlich das Hash-Pinning (plugins.allowlist, #232). |
plugins.allowlist |
leer (Plugins sind aus) | leer | Hash-Pinning-Allowlist (#232, ADR 0025): nicht-leer erzwingt, dass nur gepinnte Plugin-Ids mit exakt übereinstimmendem Bundle-SHA-256 installieren und laden (Abweisung auditiert plugin.rejected; Versionswechsel = explizites Re-Pin). In der Referenzkonfiguration bleibt sie leer, weil plugins.enabled=false das Risiko vollständig schließt; wer abweichend Plugins betreibt, pinnt GENAU die geprüften Bundles. |
classification.newPageDefault |
vs_nfd |
unclassified |
in einer VS-NfD-Instanz beginnt nichts unmarkiert (#204); die Vererbung (#205) hält den Baum konsistent. |
classification.uploadPolicy |
block |
warn |
Anhänge können die Kennzeichnung im Inhalt nicht tragen (#212) — die Referenzkonfiguration lehnt Uploads auf eingestufte Seiten serverseitig ab (403 classified_upload_blocked, #213) statt nur zu warnen. |
upload.svgPolicy |
reject |
sanitize |
SVG ist aktiver Inhalt; die Sanitisierung ist gut getestet, aber Ablehnen ist die kleinere Angriffsfläche. Abweichung vertretbar, wenn SVG gebraucht wird. |
upload.allowedExtensions |
nur das dienstlich Nötige (z. B. pdf) |
Standardliste | jede zusätzliche Endung vergrößert die Menge nicht prüfbarer Binärformate im Bestand. Bilder sind davon unabhängig immer erlaubt (Magic-Byte-geprüft). |
backup.nextcloud.enabled |
false |
false |
„Backup nur lokal": kein Anwendungs-Upload von Restore-Sets zu Drittdiensten. Fernspiegel regelt ausschließlich die Deploy-Allowlist (1.2). |
trash.retentionDays, audit.retentionDays, conversion.payloadRetentionDays, mail.outboxRetentionDays |
Defaults (30/365/30/30) | ebd. | Aufbewahrung bewusst begrenzt; Verkürzung nach Betreiber-Löschkonzept zulässig (Betriebshandbuch §5). |
readTrail.enabled |
true |
false |
explizit setzen — der Lesetrail (#222–#225) evidenziert Lesezugriffe auf eingestufte Seiten; Default aus, weil Lesebeobachtung mitbestimmungsrelevant ist. Einschalten NUR zusammen mit der Zweckbindung (Sicherheitsdokumentation §7); die api meldet die Schalterstellung beim Start. |
readTrail.dedupWindowMinutes |
Default (5) | 5 |
Dedup-Fenster des Lesetrails (#223): je (Sitzung, Seite, Kanal) ein Ereignis pro Fenster — begrenzt die Ereignisflut einer Live-Sitzung auf ~12/h. Kleiner = feineres Protokoll und mehr Zeilen; Änderung mit dem Zweckbindungs-Dokument (#225) abstimmen. |
readTrail.retentionDays |
Default (365) | 365 |
eigene Aufbewahrung des Lesetrails (#224), bewusst getrennt von audit.retentionDays; Löschläufe sind selbst auditiert (read_trail.pruned). Dauer mit der Zweckbindung (#225) und dem Betreiber-Löschkonzept abstimmen. |
idpMapping.rules |
Gruppen→Rollen der Behörde abbilden | [] |
deklaratives Claim-Mapping (#217): IdP-Gruppen werden bei jedem OIDC-Login auf Teich-Rollen und das Site-Admin-Flag abgeglichen — sonst pflegt die Behörde Berechtigungen doppelt und die zweite Kopie driftet. Mapping fasst nur eigene Grants an (manuell gewinnt); Details: permissions.md §IdP claim mapping. |
legal.imprint, legal.privacyPolicy |
befüllt | leer | Betreiberpflicht; leere Seiten zeigen einen Warnbanner. |
1.2 Deploy-Konfiguration (.env / Compose — nur Plattformzugriff, bewusst nicht per Admin-UI)
| Variable | Referenzwert | Warum |
|---|---|---|
BACKUP_ALLOWED_TARGETS |
leer lassen oder exakt der eine freigegebene Spiegel-Host | leere Allowlist schaltet ALLE Fernziele hart ab (ADR 0026, #192) — „Backup nur lokal" ist damit deploy-seitig erzwungen und vom Site-Admin nicht aufweichbar (Rollentrennung, Betriebshandbuch §6). |
SESSION_ABSOLUTE_HOURS |
12 (Default 168) |
eine Sitzung überdauert keinen Arbeitstag; Neuanmeldung am nächsten Tag ist der Preis. |
SESSION_IDLE_HOURS |
2 (Default 72) |
unbeaufsichtigte, noch angemeldete Arbeitsplätze fallen schnell zurück auf die Anmeldemaske. |
SMTP_HOST etc. |
unkonfiguriert lassen (oder internes Relay) | ohne SMTP verlassen keinerlei Inhaltstitel die Instanz per Mail (Digest-Restrisiko I-23 entfällt vollständig). Konsequenz ehrlich benannt: dann gibt es keine Verifikations- und Passwort-Reset-Mails — Kontenpflege läuft über den Site-Admin. Wer Mail braucht, nutzt ein internes Relay und akzeptiert I-23 (Restrisikoliste). |
WEB_PORT/API_PORT/COLLAB_PORT |
Defaults (127.0.0.1-gebunden) | Anwendungscontainer sind nie direkt exponiert; einzige Eintrittsstelle ist der Reverse Proxy (Sicherheitsdokumentation §2). |
LOG_LEVEL |
info |
Audit-Zeilen (audit: -Präfix) müssen den Collector erreichen; debug nur zur Störungssuche. |
OIDC_ISSUER, OIDC_CLIENT_ID, OIDC_CLIENT_SECRET, OIDC_SCOPES, OIDC_PROVIDER_LABEL |
IdP der Behörde konfigurieren | Fremdauthentisierung (#214, ADR 0021): Authorization Code + PKCE gegen den IdP der Umgebung; deploy-seitig, weil die Authentisierungshoheit Plattformsache ist. Erst-Login legt Konten just-in-time an; bestehende lokale Konten werden NIE stillschweigend per E-Mail übernommen (expliziter Link-Flow). Konfigurationsdetails: security.md §External authentication. |
AUTH_PROXY_HEADER, AUTH_PROXY_TRUSTED_PEERS, AUTH_PROXY_MAP, AUTH_PROXY_MODE, AUTH_PROXY_DN_ATTRIBUTE |
nur bei Perimeter-Authentisierung setzen | Alternativpfad (#215): Identität aus dem Proxy-Header, gültig NUR vom TCP-Peer der Allowlist; fremder Peer mit Header wird abgewiesen und auditiert (auth.proxy_rejected). Der Proxy MUSS den Header aus eingehendem Verkehr strippen. mTLS-Variante über weitergereichten Zertifikats-DN (mtls-dn). Ohne Perimeter-Auth: unkonfiguriert lassen (Header wirkungslos). |
AUTH_LOCAL_ENABLED |
false (Default true) |
der harte Schalter aus ADR 0021 (#216, deploy-seitige Realisierung von auth.local.enabled): false schaltet JEDEN lokalen Credential-Flow auf 404 (Login, Signup, Verifikation, Passwort vergessen/zuruecksetzen/aendern) — Anmeldung ausschliesslich ueber OIDC (#214) bzw. Perimeter-Auth (#215). Deploy-seitig, damit ein kompromittierter Site-Admin ihn nicht zurueckdrehen kann. Reihenfolge: erst Setup/Bootstrap (SETUP_ADMIN_*), dann auf false. PAT-/Feed-Token-Ausgabe bleibt fuer IdP-authentisierte Nutzer verfuegbar (eigene Schalter api.enabled/feeds.enabled; bewusste Entscheidung #216). |
VS_NFD_MODE |
enforced (Default off) |
Härtungsprofil-Modus (#243, ADR 0027): die Anwendung kennt diese Referenzkonfiguration als maschinenlesbaren Katalog und bewertet die laufende Konfiguration dagegen (Site-Admin → Einstellungen). marked markiert Abweichungen, hidden blendet abweichende Optionen aus, enforced weist abweichende Schreibzugriffe serverseitig ab — alle drei Behandlungsstufen sind umgesetzt (#244–#246); für den VS-NfD-Referenzbetrieb ist enforced der empfohlene Modus — nur er hält auch skriptgesteuerte Clients an das Profil. Bestehende Abweichungen werden beim Start und in der Admin-Ansicht gemeldet, nie automatisch geändert. Deploy-seitig wie BACKUP_ALLOWED_TARGETS: ein kompromittierter Site-Admin kann den Modus nicht aufweichen. Außerhalb von VS-Kontexten bleibt der Default off — keinerlei Markierung. |
1.3 Noch nicht verfügbar (Regel: landet hier im selben PR)
Derzeit leer — auth.local.enabled ist mit #216 als AUTH_LOCAL_ENABLED (1.2) scharfgestellt.
| Schalter | Referenzwert (geplant) | Status |
|---|
2 Verifikations-Checkliste
Auf der laufenden Instanz (ersetze HOST); Erwartung jeweils dahinter.
Die vier 404-Prüfungen laufen unauthentifiziert:
curl -s -o /dev/null -w '%{http_code}\n' https://HOST/api/public/v1/ponds # 404 (api.enabled=false)
curl -s -o /dev/null -w '%{http_code}\n' -X POST https://HOST/api/mcp # 404 (mcp.enabled=false)
curl -s -o /dev/null -w '%{http_code}\n' https://HOST/api/v1/public/IRGENDEIN-TEICH/feed.xml # 404 (feeds.enabled=false)
curl -s -o /dev/null -w '%{http_code}\n' https://HOST/api/v1/admin/plugins # 401/404, nie 200 ohne Session
curl -s -o /dev/null -w '%{http_code}\n' -X POST https://HOST/api/v1/auth/login # 404 (AUTH_LOCAL_ENABLED=false)
curl -s https://HOST/api/v1/readyz # status ok
Als Site-Admin (UI → Administration bzw. GET /api/v1/admin/settings):
- Registrierung „geschlossen"; neue Seite entsteht mit Kennzeichnung (Einstufung neuer Seiten = VS-NfD); Upload auf eingestufte Seite wird abgelehnt (403).
- Plugin-Verwaltung antwortet 404 (Kill-Switch aktiv).
- Backup-Panel zeigt keine aktiven Fernziele; auf dem Host ist
BACKUP_ALLOWED_TARGETSleer bzw. exakt der freigegebene Spiegel. - Eine Testsitzung läuft nach
SESSION_IDLE_HOURSInaktivität ab. - Kennzeichnungs-Stichprobe: eingestufte Seite zeigt den Aufdruck in
Web, Druckvorschau und PDF-Export (Konventionen: Kommentare auf
Issue #228 bzw.
60-sicherheitsdokumentation.md§3.5).
3 Querbezüge
Abgrenzungserklärung (40-abgrenzungserklaerung.md, verweist hierher);
IT-Grundschutz-Mapping (80-grundschutz-mapping.md, nutzt dieses
Profil als Produkt-Beleg); Betriebshandbuch (70-betriebshandbuch.md,
Installation §1 wendet dieses Profil an); Restrisikoliste
(90-restrisiken.md — Abweichungen von der Referenzkonfiguration
gehören dorthin, wenn sie dauerhaft sind).